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Lanzarote

Vor einiger Zeit hatte ich per Zufall im Fernsehen einen Reisebericht über Lanzarote gesehen. Dieser hat mich so fasziniert, dass ich diese Insel selbst erkunden wollte. Mein größter Wunsch war es, durch die Lavafelder zu skaten, aber dazu galt es erst einmal eine geeignete Strecke zu finden. Zwei Tage zuvor, als ich den Kraterrand des Vulkans Caldera Blanca erwandert habe und am höchsten Punkt, bei 458 m ünN, einen grandiosen Blick über den nördlichen Teil des Timanfaya Nationalparkes hatte, ist mir diese Strecke schon ins Auge gefallen. Am nächsten Tag habe ich diese dann erst einmal mit dem Auto erkundet und der Rest folgt nun.
Eigentlich könnte man die Strecke auch ab Mancha Blanca beginnen, aber da man dann erst einmal mehr bergab fährt, habe ich mich entschieden das Auto weiter hinten, am Fuße des Vulkans Tenezare abzustellen. Das ist zwar kein offizieller Parkplatz, aber zumindest ein großzügiger Platz an dem man auch niemanden behindert. Gestört hat es ebenfalls niemanden.
Von hier biegt man nach rechts ab, und fährt für ca. 150 m auf recht groben Asphalt Richtung Timanfaya Nationalpark.
 
Danach geht es für ca. 500 m auf feinem Asphalt weiter, voraus das Lavameer des Timanfaya.
 
Im Anschluss folgt für ca. 350 m wieder groberer Asphalt.
Hier kommt man nun an eine Kreuzung.
Folgt man der asphaltierten Straße, kommt man zum Fischerort Caserio de Tenezar, was allerdings nicht zu empfehlen ist, da der Straßenbelag recht rau ist und man auf dem Rückweg eine permanente und nicht zu unterschätzende Steigung zu bewältigen hat. Der Ort selbst ist auch eher bescheiden, einzig das Meer, was bei Wind ordentlich anbrandet, ist sehr imposant.
Eine weitere Möglichkeit an der Kreuzung ist der Crossweg, der geradeaus am Rande des Natonalparks entlangführt. Dieser ist ca. 6 km lang und endet an der Playa de la Madera. Leider ist dieser Weg, so schön er auch verläuft, nicht skatebar, da er sich folgendermaßen darstellt:
Ein Stück bin ich diesen Weg gefahren, die Hoffnung ganz am Rand skaten zu können, löste sich schnell in Wohlgefallen auf, da der Weg dort sehr sandig ist. Diese Strecke bin ich am Tag zuvor mit dem Auto komplett gefahren, wobei, geholpert trifft es besser Lachend, von daher war die Enttäuschung nicht ganz so groß. Aber ein Ausflug an die Playa de la Madera lohnt sich wirklich, zumindest wenn man sich an beeindruckender Natur nicht satt sehen kann und die Felsbrücke unter der das Meer durchspült, gib ebenfalls ein nettes Bild ab.
Nun ging es zurück bis an die nächste Kreuzung und dann weiter nach rechts, Richtung Mancha Blanca. Auch wenn es anfänglich „nur“ 20°C waren, aber da so gut wie kein Wind ging, war deutlich zu spüren, dass Afrika nicht mehr sehr weit entfernt ist. Die Sonne darf man hier wirklich nicht unterschätzen, die brutzelt ordentlich und die Temperatur steigt schnell auf den Tageshöchstwert von 27°C.
Jetzt hieß es erst einmal die Gärten bzw. Felder links und rechts des Weges auf sich wirken zu lassen.
   
   
Nach ca. 1,4 km wird der Asphalt bis Mancha Blanca etwas rauer bzw. brüchiger, läßt sich aber trotzdem gut befahren. Von hier ist es noch ca. 1 km bis zum Ort.
   
Dort hat man noch einen kleinen Anstieg vor sich und kann dann die Aussicht genießen…
   
… bevor es auf den Rückweg geht und man noch einmal alles auf sich wirken lassen kann.
   
 
Mit etwas über 7 km war bzw. ist die Strecke zwar recht kurz, aber dafür sehr schön und in Anbetracht der mittlerweile schon 24° C war es auch genug. Wind war nach wie vor nicht wirklich vorhanden, was die Tage zuvor so nie der Fall war, ganz im Gegenteil.
Die Strecke selbst ist zwar eine normale Straße, die aber sehr wenig befahren wird. Man kann dort wirklich ganz entspannt skaten. Wer lieber auf reine Radwege zurückgreifen will, kann das in den Touristenorten Arrecife und Puerto del Carmen entlang der Strandpromenade tun. Ob Playa Blanca ebenfalls über einen solchen Radweg verfügt, kann ich nicht sagen, da ich diesen Ort ausgelassen habe. Mein Interesse galt der Natur und die habe ich auf beeindruckende und imposante Weise kennengelernt und genossen.
Hier die Strecke bei GPSies und weitere Informationen über Lanzarote.