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Diemelradweg von Padberg bis zur Diemelquelle in Usseln

Heute ging es nah der Heimat, auf den Diemelradweg. Da dieser insgesamt ca.110 km lang ist, habe ich ihn in 4 Etappen unterteilt. Die heutige Etappe ging von Padberg bis zur Diemelquelle nach Usseln.
Eine gute Parkmöglichkeit war schnell gefunden. Nicht weit vom Parkplatz entfernt ging es erst einmal richtig nett bergab- da kam schon Freude beim Gedanken an den Rückweg auf, dort nach über 50 km in den Beinen wieder hoch zu müssen Unentschlossen. So steil sah das auf dem Streckenprofil gar nicht aus. Aber nun ging es ja erst einmal bergab …
… um wenig später das Diemeltal in voller Schönheit vor sich zu haben.
Hier schlängelt sich der Weg über sanfte Hügel durch das Tal, mitunter genau neben der Diemel entlang.
Durch den vielen Regen der letzten Wochen und begünstigt durch Holzrückarbeiten, bot sich dann auch mal für wenige Meter dieses Bild.
Schnell war der erste Ort, Helmighauen, erreicht. Der gepflasterte Fußweg ließ sich sehr gut befahren, allerdings muss man in der Ortsmitte die Straße queeren, da der Weg auf der anderen Seite weiter geht. Auch hier kann man gut den gepflasterten Fußweg benutzen.
Von nun an geht es konstant bergauf bis zur Diemeltalsperre. Oben angekommen muss man auf die Straße wechseln, da der Fußweg entlang der Mauer viel zu schmal ist.
 
Auf der anderen Seite der Mauer bietet sich ein schöner Blick auf eben solche.
Bis Heringhausen fährt man nun auf einem breiten Betonweg, der sich sehr gut befahren läßt. Die Gummipads für die Stöcke durften heute im Rucksack bleiben, da der Beton Querrillen aufweist, in denen die Stöcke gut Halt fanden.
Zwischendurch hat man immer mal wieder schöne Ausblicke auf den See.
Die gesamte Ortsdurchfahrt inkl. der Bürgersteige von Heringhausen sind gepflastert, was sich gut befahren läßt.
Wenig später, nach dem großen Parkplatz hinter dem Campingplatz, geht es auf etwas schmalerer Spur weiter.
Der Weg fällt sehr oft seeseitig ab, ist stellenweise etwas holprig oder hat Längsrisse. Hier ist Vorsicht geboten. Der Radweg ist beidseitig zu benutzen, glücklicherweise kamen mir keine Radfahrer entgegen oder wollten überholen, sonst wird es echt eng. Man fährt ca. 2 km auf diesem schmalen Weg, danach hört er auf und man muss auf die Landstraße wechseln. Hier muss jeder für sich entscheiden ob er das will oder nicht. Die Straße ist kurvenreich und gerade an den Wochenenden ist mit erhöhtem Verkehr, auch und gerade von Motorradfahrern, zu rechnen. Die nächsten 4 km bis Deisfeld muss man jedenfalls auf der Landstraße fahren.
In Deisfeld biegt man dann auf einen Wirtschaftsweg ab und es geht stetig bergauf.
Ab ca. Kilometer 16 geht der Weg für ca. 2 km in einen Crossweg über.
Auf diesem Stück verläuft u.a. auch der Diemelsteig. Wie auf den Bildern zu erkennen, ist die Fahrspur recht schmal. Mit Skates, die über eine feste Ferse verfügen wird man sich hier schwer tun, bzw. nicht um das Abschnallen der Skates herum kommen. Ich konnte Dank Freiferslern mit rücklaufgesperrten Vorderrädern hier in die klassische Technik wechseln.
Kurz vor Hemmighausen geht es wieder auf Asphalt weiter, die Ortsdurchfahrt besteht allerdings wieder aus gut befahrbarem Pflaster.
Nach dem Ort geht es wieder richtig schön durch das Diemeltal. Der Asphalt ist hier nicht mehr in sehr gutem Zustand, er ist aber noch gut befahrbar.
Bei ca. Kilometer 20,3 wird der Asphalt sehr bröckelig und geht später in einen reinen Crossweg über. Dieses Stück ist ca. 1,5 km lang.
 
Ab dem Klärwerk geht es dann wieder auf Asphalt weiter.
 
Jetzt ist es nicht mehr weit bis Usseln. Zur Diemelquelle geht es jetzt durch einen kleinen Park, auf einem Feinsplittweg. Man kann hier skaten, es ist aber stellenweise sehr weich und in den Park hinunter kommen noch zwei Querrinnen. Von hier sind es noch 2,9 km bis zur Quelle.
Zur Diemelquelle geht es jetzt etwas steiler hinauf, hier hat man wegetechnisch gleich mehrere Möglichkeiten, aber hoch führen sie alle Lachend. Ich bin die Hauptstraße entlang gefahren, dem offiziell ausgeschildertem Weg zur Diemelquelle.
Jetzt ist man richtig im Upland angekommen, vorbei am Skilift und noch ein Stückchen weiter, dann sind es nur noch 700 m bis zur Quelle. Ab diesem Schild geht es auch wieder richtig schön crossig weiter und die Rücklaufsperren dürfen noch mal richtig arbeiten.
   
Die letzen Meter bis zur Quelle darf man dann wieder auf Asphalt fahren. Dann ist sie endlich erreicht, die Diemelquelle. Zeit für eine kleine Rast, bevor es dann wieder auf den Rückweg geht. Um in den Ortskern von Usseln zu kommen, habe ich den anderen Weg genommen, dieser war mir noch von einer Radtour bekannt.
 
Der Rückweg verging fast wie im Flug, aber da wartete ja noch etwas auf mich …
… der steile Anstieg nach Padberg hinauf. Leider kommt es auf dem Bild nicht so rüber, in einer anderen Sportart würde man hier vom Schwierigkeitsgrad E sprechen! (Insider wissen was gemeint ist) Zwinkernd

Ich fand die Strecke sehr schön und abwechslungsreich. Gut, die 4 km Landstraße muss man nicht haben, aber sie sind nun einmal Teil des Radweges. Unter der Woche wird man hier eher sehr wenig Verkehr haben, aber an den Wochenenden wird es, wie schon geschrieben, voller sein.

Hier die Strecke bei GPSies und weitere Informationen zum Diemelradweg und dem Diemelsee.